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17.07.2010 von Kacper Potega | ⌀ Lesezeit: 0.5 Minuten | 1 Kommentar

Weltbester Rat

Für alle Nöler, Pessimisten, Defaitisten, für das deutsche Volk, habe ich hier den wohl besten Rat, den ihr jemals bekommen habt:

Wenn ihr ein Produkt doof findet, wenn es euch nicht gefällt, euch nicht zufrieden stellt, euren Ansprüchen nicht genügt, bietet die freie, die soziale aber auch die Planwirtschaft eine sehr einfache Lösung: Kauft dieses Produkt nicht.

 

Gern geschehen!


09.07.2010 von Kacper Potega | ⌀ Lesezeit: 1 Minute | 0 Kommentare

Logger machen

Hier, Stubenhocker, hab ich was für euch.

 

(Übrigens hawt mit dem kurzen Haar)

 

 

und dann den Whiskey in die Hand und diese Anleitung befolgen.


 Die Fußball-WM 2010 mit Kacper Potega / 7.+8. Tag

Die ersten Tage war ich ja noch diszipliniert genug das hier sofort niederzuschreiben, jetzt aber habe ich bereits vergessen, was da eigentlich passiert ist. So ist als als Faulenzer. Zu diesem Thema werde ich mich die nächsten Tage aber auch nocheinmal in die Welt der Meinungen hineinäußern mit einem mittellangen Text, wenn er denn korrekturgelesen wird.

 

JEDENFALLS

 

Schlandien hat ja gespielt und es war mal wieder ein Fest an der Wiesbadener Britta Arena vorbeizufahren und in die traurigen Fratzen der Glatzen zu blicken. Weniger schön ist, dass Freunde und Bekannte ja dann auch für Schlandien sind und dann auch in Trauer schwelgen. Aber es ist ja nunmal so, dass Deutschland am Ende doch gewinnt. Im Fußball. Sie wissen ja. Deswegen ist doch der Gruppensieg garantiert.

 

Die Spielzusammenfassung: Klose erlebt sein inneres Stalingrad, bei 1&1-DSL-Verträgen gibt es keine Mindestlaufzeit mehr und am Ende kaufen sich alle Serbienfahnen an der Tanke, um trotzdem hupend durch die Gassen fahren zu können.

 

Viel spannender war vermutlich das 2:2 der USA gegen irgendwen. Ich weiß nicht wen, weil ich es nicht gesehen habe, ich habe stattdessen den Vortrag von Harald Lesch an der Uni Frankfurt zum Thema »Was hat das Universum mit uns zu tun?« gesehen, in dem er Beamte und den WM-Ball beschimpfte. Das war unterhaltsamer als jedes WM-Spiel bislang, ich bin trotzdem nicht bis zum Schluss geblieben, weil ich flißiger Alpha Centauri Hörer und Schauer bin und die meisten Geschichten schon kannte.

 

Er macht das aber wirklich gut, der Harald, weil er zwischen Physik und Philosophie hin unter her springt, der Zuhörer aber immer weiß auf welcher Ebene er gerade ist. Wenn das nächste Fußballspiel also wieder so mittelspannend sein sollte, dann gibt es dafür eine Lösung.

 

Foto AndyRob / flickr.com


Heute morgen dachte ich noch: Scheiße, das wird ein langweiliger Tag. Denn wir hatten wirklich platte Arbeit zu verrichten, Fleiß- und Geduldarbeit, bei der mein Gehirn ruhig hätte zuhause weiterschlafen können, wenn nicht ein Interessent, der mein (jetzt: ehemaliges) Automobil erwerben wollte mich frühzeitig aus dem Bett geklingelt und komplizierte Fragen (wie: Haben sie am Freitag Zeit?) gestellt hätte. Wo war ich?

 

Achja richtig. Diese ganze Drecksarbeit erschien mir jedoch als paradiesisch, in dem Moment als ich mir am späten Nachmittag vorstellte ich wäre heute der Trainer oder Mitglieder der spanischen Nationalmannschaft gewesen. Achdujemineh. Das Spiel habe ich nur so zu einem fünzigstel gesehen, aber das ist wohl auch besser so.

 

Viel schlimmer ist aber, dass ich in dem Tippspiel, an dem ich teilnehme, auf Platz 23 gerutscht bin durch den heutigen Tag. Erst versauts Honduras, dann die Spanier. Morgen muss ich Argentinien aber unbedingt sehen, die müssen das für mich reißen.


 Die Fußball-WM 2010 mit Kacper Potega / 5. Tag

Freunde, macht mal halblang.

 

Mit Ruhm haben sich die Favoriten (bis auf Deutschland, da sind wir halt mal d'accord) bisher sicherlich nicht bekleckert. Portugal, Italien, Argentinien, Holland und heute auch Brasilien haben nicht unbedingt die Spielstände geliefert, die sich Fußballfans in aller Welt erhofft hatten. Für vile jetzt schon ein Grund, um Deutschland als frühzeitigen Weltmeister zu feiern. ABER: Erstens ist das die Vorrunde, zweitens nichtmal so richtig, es ist das erste Spiel gewesen, und drittens war es gar nicht so scheiße.

 

Man kann es den Profitrainern vor den deutschen Fernsehern schließlich nicht recht machen. Die finden Brasilien scheiße, weils eine Mannschaft aus Einzelpersönlichkeiten ist (also keine Mannschaft). Jetzt sind alle Stars weg (und mit Stars meine ich: Spieler, die ich kenne) und alle meckern, dass da zu wenige brilliante Einzelleistungen zu sehen waren. Da ist man dann halt eher für die Nationalmannschaft einer Diktatur.

 

Klarofatz, heute wäre das »alte« Brasilien, mit Ronaldinho (den kenn ich!), der auch mal alleine an einer Fünferkette vorbeikommt (weil er vorbeikommen will und es überhaupt probiert), die bessere Idee gewesen – gegen die Nordkoreaner, die die eigene Hälfte nur verließen, um den Brasilianern gelegentlich mal den Rasen zu zertreten und stattdessen zu 438957843st im eigenen Strafraum kampierten.

 

Aber hier: Portugal ist nicht Nordkorea und die Elfenbeinküste auch nicht. Und von den potentiellen Achtelfinalgegnern kann das koreanische Mauern auch keiner nachmachen (sind im Deutschen Team eigentlich ... egal).

 

Also nehmet euch in Acht!

 

 

Foto: pulguita / flickr.com


15.06.2010 von Kacper Potega | ⌀ Lesezeit: 1.5 Minuten | 1 Kommentar

Die Fußball-WM 2010 mit Kacper Potega / 4. Tag

 Die Fußball-WM 2010 mit Kacper Potega / 4. Tag

Och menno. Ich habe mich in Anbetracht der Qualifikations- und Testspielergebnisse ja total auf die Niederländer gefreut, das wird man hier herausgelesen haben ab und zu. Und dann sowas.

 

Dem Huck stimme ich nicht zu. Die Holländer haben Stürmer, die die Spiele auch immer rissen bisher, das beweisen doch die riesigen Zahlen bei den Spielergebnissen bisher. Aber heute rannte die gesammte Mannschaft unkoordiniert durch den Raum, standen sich gegenseitig im Weg und im ersten Moment dachte ich noch, dass das mit Sicherheit eine verdammt intelligente Verwirrungstaktik sein muss, bis ich leider feststellen musste, dass das erste Tor nur mit Hilfe eines etwas vertrottelten dänischen Verteidigers fallen konnte, dessen Bewegungen mehr an Doodle Jump als Fußball erinnerten. Aber das wird sicher noch, einer der »großen Vier« war ja verletzt.

 

Viel lustiger fand ich aber Italien. Wie machen die das immer. Irgendwie zu einem seltsamen Tor gelangen und die nächsten Spiele stolpern sie sich irgendwie ins Achtelfinale, spielen sich fast unbemerkt (weil eben auch »irgendwie«) bis ins Finale und kaum hat man sich versehen sind die wieder Weltmeister. Diese Mannschaft scheint auszumachen, dass keiner so recht glaubt, dass sie Fußball spielen kann.

 

Interessant auch die frisurentechnischen Parallelen. Der modische Stürmer von heute trägt Glatze. Ist mit sowohl bei den Holländern als auch den Italienern aufgefallen, ich erwarte morgen bei Brasilien ähnliches.

 

So lange Podolski also noch Haare auf dem Kopf hat, kann Deutschland nicht Weltmeister werden.


13.06.2010 von Kacper Potega | ⌀ Lesezeit: 2 Minuten | 0 Kommentare

Die Fußball-WM 2010 mit Kacper Potega / 3. Tag

Die Fußball-WM 2010 mit Kacper Potega / 3. Tag

Ich schreibe jetzt oben nicht mehr Spieltag. Ich wurde belehrt, dass ein Spieltag ja gar nicht ein ganzer Tag ist, im Sinne von vierundzwanzig Stunden haben. Deswegen eben 3. Tag.

 

Man wird die Hupen auf den Straßen nicht überhört haben, selbst wenn man sich die letzten Tage in einer Murmeltierhöhle verkrochen haben sollte, ohne jeden Kontakt zur Außenwelt – die Mannschaft der Spiegelkondom-Nation hat heute gespielt und gewonnen. 4:0, das Ergebnis ist ja auch kein Geheimnis mehr.

 

Angeschaut habe ich mir das Spiel bei dem zweiten »public viewing« meines Lebens. Mein erstes war 2008 beim Vorrundenspiel Niederlande-Italien, bei dem die Holländer die Südläner mit 3:0 deutlich niederschossen. So ist es zumindest in meiner Erinnerung, zum Fakten-Googlen bin ich jetzt zu faul. So war es aber auch der Tag, an dem ich mich schon beim letzten Mal entschloss für die Niederländer zu sein, bis sie dann aber relativ bald wieder nach Hause fahren durften.

 

Meine zweite öffentliche Liveübertragung eines Fußballspiels sah ich heute beim Abbelwoi Schmidt. Es ist netter dort, als der Name (und die Webseite) vermuten lässt. Ein mittelgroßer Biergarten mit netten Bedienungen, schalem Bier und mäßigen Würsten. Aber man kommt eh nur zum Apfelweintrinken dorthin (so viel hätte ich mir ja auch denken können). Oder eben Fußballschauen.

 

Am interessantesten ist ja wie schnell man in Deutschland von der Pflaume zum Nationelhelden wird. In einer Minute ist Klose noch »der neue Gomez«, in der nächsten ein Franz Beckenbauer (der einzige »große deutsche Fußballer«, den ich kenne). Einmal den Kopf gegen einen Ball halten. In den USA muss man dafür wenigstens ein Flugzeug auf einem Fluss landen.

 

Überhaupt frage ich mich ja eh was unser aller konkreter Nutze sein wird, angenommen Deutschland wird Weltmeister. Weder unfassbarer Reichtum winkt, noch Ehre oder Ruhm für uns Unbeteiligte. Der Gedanke, der mich in der Pinkelpause ereilte, macht die ganze Veranstaltung noch banaler. Aber ich möchte nicht mehr über Fußbalfantum meckern, der Fréderic hat das so schön erklärt mit dem Fußballfansein, dass ich jetzt Fußballfanfan bin.

 

Und morgen spielt dann Holland!