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05.03.2010 von Kacper Potega | ⌀ Lesezeit: 0.5 Minuten | 12 Kommentare

Die Provozeihung

Die Provozeihung

In Ausgabe 12 unseres Stijlroyal Magazins gedruckt, haben wir unsere »Provozeihung« (ja, wir wissen, dass es das Wort so nicht gibt) nun auch ins Internet gestellt. Lesen Sie dort, wie das Internet mal wird und wie Printmedien mal werden. Wenn die Welt denn schön wird.

 

Und unter diesem Beitrag können Sie uns dann noch Ihre Meinung geigen. Wir sind gespannt.

 

Foto von photocase.de-User tilla eulenspiegel.


Kommentare

Datum 05.03.2010 - 15:31 Uhr

Name No

Mir ganz persönlich wäre es sehr recht, würde nur noch die Bibel und Ulysses aus Zellstoff angefertigt werden.
Die einfache Verfügbarkeit von Publikationsmöglichkeiten ließ leider das Herzblut versiegen. Ohne zaudern anfangen, egal ob Expertise vorliegt oder nicht, ist jetzt vollumfänglich technisch möglich, aber niemand hat pfiffige Ideen weder formal noch inhaltlich. Einst waren Inhalte aus der unmittelbaren Erfahrung notwendig um ein Fanzine zu beschicken und zwei Hände um eine Schere und eine Fixogumtube zu halten und genügend Elan um zum Copyshop zu stiefeln und den ganzen Scheiß zusammenzukopieren und dann schließlich auch noch zu verkaufen, hechel, hechel, ächz.
Weblogautoren können den Finger in den Po stecken und mit der anderen Hand einen vermeintlichen Grimmepreisblogpost mit theoretisch maximaler Reichweite schreiben. Die denken, das reicht, alle anderen veröffentlichen auch nur Quark, ich merke aber, daß die Autoren ihren Finger im Po hatten und mit schlechter Körperhaltung an ihrem Desktoparbeitsplatz saßen und keinen Plan haben. Nicht mal von "Das synthetische Mischgewebe" oder so.
Das Designhandwerk ist nichts mehr wert, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Inhalte und formale Umsetzung kann jeder selber machen, auch mit Coreldraw, einer Clipart-CD aus der Computerbild und was weiß ich. Geldwert sind diese Leistungen folglich nicht. Design nicht, Inhalte nicht. In Anbetracht der Ergebnisse rümpfen Sie vielleicht die Nase als Werber, wie einst wohl auch die Weber ihre Gesichtserker kräuselten ob der technisch- gesellschaftlichen Entwicklung. Das Internet ist quasi der mediale Baumarkt des Bürgers. Deswegen gibt's so viel virtuelle Toskanaoptik und Holzfolie hier. So einfach ist das.
Der ökologische Vergleich den Sie da aufstellen hinkt übrigens, jeder weiß, daß das Internet ausschließlich mit Atomstrom aus weißrussischen Havariereaktoren betrieben wird und daß wegen Twitter die letzten Eisbären sterben müssen. Das ist erwiesen. Denken Sie mal drüber nach!
Wäre ich Mittelständler würde ich zum Abschluss eines Geschäftsjahres durchaus mit einem hübsch aufgemachten Kalender zurückblicken wollen. Durchgehend vierfarbig (CMYK nebst Schmuckfarbe - sagen wir mal silber oder orange) und mit Hologrammfolie soll's sein und mit Bildern, die eine am Schreibtisch sitzende Dame vorstellen und neben ihr steht ein Herr im edlen Zwirn, der mit dem Finger ernsthaft auf ein Schriftstück weist (partiell lackiert) und hochaufgeschossene Arbeiter, deren Helme recht gelb blitzen in einer modernen Fertigungshalle. Das zählt und ist geldwert.
Ob grobe Leberwurst im Angebot ist, würde ich gerne auf dem Abort einer Wurfsendung entnehmen, nicht jedoch dem Internet. Dieser Realität sollten Sie sich stellen, wenn Sie überleben wollen! Wenn nicht, ist auch egal, weil die Erde ohnehin in den nächsten zwei Jahren von Außerirdischen vernichtet wird.

Datum 05.03.2010 - 15:57 Uhr

Name Kacper Potega

Das mag so stimmen. Zur Hälfte.

DENN

Natürlich ist das Designhandwerk verkommen. Eben aus besagten Gründen, Sie sehen es ja selbst. Und Designer, die an dem Ich-klopp-irgendeinen-Scheiß-zusammen-Style festhalten, werden nur noch ein kurzes Dasein fristen. Der Logomaker, Clip-Arts und Corel Draw haben den Weg hierfür geebnet. Und für viele Zwecke reicht es eben auch, sogar im unternehmerischen Bereich. Und so steht es bei uns.
Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen gibt es eine verstärkte Nachfrage nach guten Design. Die Leute wollen am Ende des Tages eben doch nicht nach Corel Draw aussehen. Die wenigsten. Auf lange Sicht wäre das doch auch eine furchtbare Welt. Und: Design ist mehr als Dinge schön aussehen zu lassen und »Effektgewichse«. Vor allem im Internet ist die Gestaltung und Erzeugung von Erfahrungen Hauptaufgabe des Designers. Auch das dringt langsam aber sicher in die Gesellschaft durch. Schnell zusammengekloppte Wordpress-Templates sind das nicht in der Lage zu leisten. (Den privaten Katzenblogger immer ausgenommen).

Der ökologische Vergleich hinkt vielleicht dann, wenn man den Jetztmoment für langfristig gegeben hält. Wir hätten das aber gerne anders. Und: langfristig wird man das so nicht mehr weiter durchziehen können. Ob man jetzt Serverfarmen betreibt oder Kraftfahrzeuge. Aus diesem Grund wird mit Strom betriebenes langfristig ökologischer sein als Abgeholztes.

Und ähnlich ist es mit der Wurfsendung. Jetzt ist das Verhältnis beim Großteil der Bevölkerung so. Wir möchten aber vorwärtsgewandt leben, der Zukunft zugerichtet arbeiten und entwickeln. Sonst wäre das alles doch unerträglich, wenn wir nicht glauben, daraus etwas Bessere hervorbringen zu können, selbst wenn dabei der Eindruck von Blauäugigkeit entstehen mag. Und so wird sich das Verhältnis der Bevölkerung zum Internet und zu im Internet verfügbaren Inhalten ändern (müssen). Ich bin mir sicher.

Und genau das, was Sie im ersten Absatz kritisieren, die Abwesenheit von Ideen und Herzblut vermissen wir nicht nur inhaltlich in weiten Teilen des Internets, sondern auch ästhetisch. Wir arbeiten dagegen an.
Und: ich bin mir sicher, dass ein ähnlich formulierter Vorwurf wie "da kann ja jeder kommen" mit der Erfindung des Buchdrucks (ich liebe diesen abgedroschenen Vergleich) kam. Was soll man also tun, außer es besser machen.

Noch leben wir. Wenn die Außerirdischen kommen sollen sie wenigstens eine schöne Welt vernichten, damit es was zum hinterherweinen gibt.

Datum 05.03.2010 - 16:52 Uhr

Name No

Die Verwirklichung Ihrer Forderungen scheint zum Greifen nahe. Es ist ganz einfach: Das Volk muss zunächst in einem Bauhausbootcamp ästhetisch gedrillt werden und flankierend sollte das Zunftwesen wieder eingeführt werden. Fertig!
Die gesellschaftliche Realität Deutschlands spielt sich m.E. bei knuddels.de ab; das Internet wird vermutlich auch keine nachhaltige volkspädagogische Türklinke werden, auch wenn Sie deswegen als Schöngeist und Designtheoretiker das Schnupftuch zücken müssen.

Datum 05.03.2010 - 17:12 Uhr

Name Kacper Potega

Ob folgendes gut oder schlecht ist, möchte ich nicht bewerten, aber: Gesellschaftlich relevante Entscheidungen werden abseits der Sphäre, in der geselschaftliche Realität stattindet, getroffen.
Möchte sagen: Auf z.B. Knuddels (als Metapher) mag sich das Alltagsleben des Bevölkerungsgroßteils abspielen, die Zukunftsbildung und -gestaltung spielt(e) sich aber in in einer 5%-Blase ab, zu der wir uns wohl mitzählen oder mitgezählt werden wollen. Und in dieser Blase muss eben ein solcher Diskurs, wie der hier stattfinden, Ideen und Forderungen formuliert werden. Und dem widersprochen werden, selbstverständlich, davon lebt das alles.
Missioniert werden soll hier aber natürlich niemand. Und gutheißen, dass diese Art von Realitätsgestaltung abseits einer Mehrheit stattfindet, möchte ich hier auch nicht.

Ich glaube außerdem, dass sich viele Missverständnisse aus einem sehr engen Designverständnis ableiten. Einem Verständnis, das Design, wie oben gesagt, als reines Ästhetisieren von Dingen begreift. Das ist natürlich ein wichtiger, großer Teil. Aber eben nicht alles. Es gilt, in meinen Augen, im Grafikdesign nämlich, was für Architektur und Produktdesign auch gilt: Es geht darum Dinge benutzbar zu machen. Interfaces, Webseiten. Im stärker sich das Web als Plattform und Medium in den Vordergrund drängt und immer mehr Menschen sich damit auseinandersetzen müssen, umso wichtiger wird es, dass es auch immer mehr Menschen gut und angenehm bedienne können. Darin sehe ich unsere wichtigste Aufgabe als Designer in diesem Medium. Eben DAMIT das Internet die 5%-Blase verlässt, überhaupt verlassen kann.

Datum 05.03.2010 - 21:43 Uhr

Name No

Dieses Selbstbild von Designern zu der 5%-Avantgarde zu gehören, gibt es wohl tatsächlich seit es Design gibt; wobei Groteskschriften oder Poulsenlampen auch gleich immer ein wahres oder wenigstens erhabenes Weltmodell repräsentieren wollen, mit dem Anspruch die verblödete 95%-Restgesellschaft ästhetisch zu missionieren. Dessen ungeachtet, daß Diddlmäuse (Hahaha, jetzt steht Diddlmäuse auf Ihrer Webseite) auch eine gesellschaftliche oder intellektuelle Realität abbilden, dem Designer zwar formal einiges, aber inhaltlich wenig entgegenzusetzen haben. (Daß Sie das nicht gut finden, habe ich verstanden.)
Der Funktionalismus wird ja von Gestaltern immer gerne angeführt um sich nicht in unfruchtbare Geschmacksdiskussionen zu verrennen und um die eigenen Emotionen scheinbar zu objektivieren. Machen wir uns doch nichts vor: Tatsächlich ist ein Stuhl von Arne Jacobsen und ein Monoblockstuhl hinsichtlich seiner Funktion recht gleichwertig. Und Comic sans und Helvetica auch.
Die Frage, die sich mir stellt, ist eher die, wieso wir nicht längst in kevlarverstärkten Reisstrohwohnwaben in entlegenen Alpenfelswänden leben, Fledermäusen nicht unähnlich, und mit solarbetriebenen Raumgleiterkugeln aus Buchenholz und Nickel in kurzer Zeit nach Brasilien oder Braunschweig reisen können. Und ich liefere Ihnen die Antwort: weil Designer, entgegen ihrem Selbstverständnis, häufig ziemlich konservative und beschränkte Typen sind, die sich in kauzigem Retroformalismus eingerichtet haben und mehr in Pixeln, Terracottatönungen und Ral-Farben denken, als an in den Dimensionen des Universums.

Datum 06.03.2010 - 12:48 Uhr

Name Kacer Potega

Die Bedeutung von Funktionalität kann man doch nun wirklich nicht abstreiten. Die Erfahrung zeigt doch einfach, dass sich Produkte dann bei einem breiten Publikum Zulauf bekommen, wenn sie von diesem auch bedient werden können. Das ist doch nur logisch. Das sind zum einen Erolge von Marken, die diese Funktionalität mit Ästhetik verbinden können (fast jeder ist in der Lage ein iPhone zu bedienen, fast jeder ist in der Lage ein Billy aufzubauen UND es zu bezahlen), sondern auch die von ganz banalen Produkten ohne besonderen Augenmerk auf äußerliche Ästhetisierung.
Es ist in meinen Augen auch weder gegen die Diddlmaus noch gegen die Comic Sans etwas zu sagen. Es gibt aber wohl etwas gegen die Comic Sans in einer Powerpoint-Präsentationen eines Versicherungsprodukts zu sagen oder als Laufschrift in einem Handout. Da geht es ganz banal um das Image, das die Schrift transportiert, oder um die Lesbarkeit. Das sind ja handfeste Argumente. Und in diesem Zusammenhang steht wohl die allgemeine Comic Sans Allergie.

Letztendlich geht es doch darum zu sagen: Wir haben eine Profession, die nicht direkt geselschaftliche Relevanz bildet. Wir schneiden keine Menschen auf oder entwickeln Medikamente. Und einen Weg aus diesem Loch rauszukommen hoffen wir jetzt gefunden zu haben. Bisher haben Designer da nämlich versagt.

Datum 06.03.2010 - 14:20 Uhr

Name No

Jedenfalls behaupten ja Designer stets nur zu wissen welche Funktionalität der Mensch braucht und behaupten ferner recht gerne, es gäbe nur diese eine wahre Form für diese Funktion. Und die ist tendenziell farblos und frei von Arabesken. Werden Designer jedoch expressiv, wird das Produkt ein Geschenkartikel und grauenvoll.
Was sich im Volk durchsetzt, ist natürlich durch Marketing, Emotionen und Preis bestimmt. Ästhetik und auch Funktionalität spielen eine untergeordnete Rolle. Werfen Sie bitte z.B. einen Blick in die Versandhauskataloge. Was dort feilgehalten wird, hat tatsächlich einen Markt. Am schlimmsten sind übrigens immer die Produkte, denen dort das Attribut "Design" gegeben wird.
Gäbe es die ganzen starken Apps auch für Hardware in Hellokitty- oder Batman-Optik, ggf. zu einem etwas geringerem Preis, was denkbar wäre, so kaufte der Bürger dies. Gewiss. Die Firma Apple Macintosh macht das aber nicht, um nicht ihr Markenimage und somit ihre ulmerschulesozialisierte Kernkäuferschaft zu verlieren. Das iPhone illustriert recht hübsch die Aussage meines vorherigen Kommentars: Design ist nicht selten rückwärtsgewandt und paternalisch. (Daß Applehardwaredesigner seit Jahren nur noch das frühere Design der Firma Braun u.ä. plagiieren, wurde mehrfach nachgewiesen. Man mag das mögen, innovativ ist es jedoch nicht.)
Sie führen Lesbarkeit und Funktionalität an. Wieso ist denn z.B. die Schrift in Ihrer Hauptnavigation so sehr unterschnitten? Vermute, das ist Teil Ihres Corporate Designs. Funktional erscheint es mir nicht; vermutlich möchten Sie eine ästhetische Aussage treffen. Welche ist es wohl? Ich denke beim Anblick dieser Typographie an die neunziger Jahre: an David Carson und vor allem an The Designers Republic, die damals recht modern mit dem Zeichensatz Helvetica in dieser Manier gestalteten.
Vom Standpunkt der Lesbarkeit könnte man jedenfalls in Ihrer Navigation auch mit normal laufender Comic Sans arbeiten, nur können Sie sich als Medienkonzern mit der unterschichtigen Anmutung des letztgenannten Fonts nicht so recht anfreunden, sie lässt sich nicht mit Ihrem schöngeistigen Weltmodell vereinbaren.

Datum 06.03.2010 - 15:39 Uhr

Name Huck Haas

Sehr geehrter Herr No,

ja, wir finden keinen Gefallen in der Verwendung der Comic Sans, damit wollen wir uns aber genauso wenig sozialästhetisch von deren Benutzer absetzen, wie wir auch nicht glauben, dass wir in dieser 5%-Blase einer Elite angehören. Wir wollen einfach zum schönen gestalten anregen. Die Funktion liegt da, meiner Meinung nach, im Auslösen von Freude oder vielleicht auch schlicht im Weglassen von Langeweile und Ödnis. Dies ist natürlich auch stark geschmacksabhängig.
Stark unterschnittene Schriften sind keine Erfindung der 90er, sie entstanden in den 60er Jahren, als die Grafiker von der Unterwerfung der Bleisatzspationierungen befreit waren und so mancher Typo-Popanz fröhliche Urständ feierte. Wir mögen das und so ist das Teil unseres CDs geworden. Schönheit als Funktion.

UND DANN

Ich führe seit Anbeginn meiner Tätigkeiten im Bereich des Grafikdesigns die Diskussionen um die Funktion schön gestalteter Dinge. Im Packungsdesign setzte sich in Deutschland ja massiv die Auffassung durch, dass Billiges auch billig aussehen muss. Zahlen darüber, dass zum Beispiel in diesem Land im Vergleich mit anderen »westlich« geprägten Ländern, der Anteil an Ausgaben für Lebensmittel analog zum Einkommen am niedrigsten ist, belegen das. Billig ist Trumpf. Ein offenbar für die Lebensmittelindustrie interessanter Anteil an Konsumenten, die Bio-Produkte präferieren, scheint noch ein kleines Qualitäts-Aufbäumen zu verursachen, darüberhinaus setzt sich vor allen Dingen Trashwurst in Trashverpackungen, angepriesen auf Trashwerbeprospekten durch. Daran wird dann offenbar auch der letzte idealistisch geprägte Werbegrafiker zerbrechen.
Solcherlei Prozesse prägten möglicherweise nachhaltig Ihr defaitistisches Bild, was Sie uns nun trotzig darlegen wollen.

ABER

Es ist weder ein Anliegen uns weltfremd und naiv von den Tatsachen der bitterbösen Kunden- und Werbewelt abzuwenden, noch wollen wir uns als hedonistische Design-Avantgarde verklären. Es ist ganz anders. Frustiert vom Flyergestalten und kommentarlosen Umsetzen aberwitziger Gestaltungsideen, begannen wir einen, in seiner Abart vielleicht etwas donquichoteesquen Kampf gegen die Einerleiwindmühlen. Dass dieses Geschäftsmodell zu allenfalls minimalistischen Ruhm und weitaus weniger Umsatz führt, als wenn wir den Weg des Abnickens gehen würden, nehmen wir in Kauf. In Armut leben wir jedoch nicht.
Da wo wir glauben, dass wir mit kruden Designumsetzungen nicht im Sinne des Kundens und des Betrachters handeln, führen wir einen freundlich geführten Diskurs und wir haben festgestellt, dass es sich lohnt. Erfreuliche Designkonzepte sind kein Selbstzweck und haben schließlich ihre Wirkung.
Solange die Menschen allerdings im großen Stil ihr Supermarktfleischwurstprospekt im Briefkasten suchen, sollen sie ihn bekommen. Unsere »Strategien« können wir nicht auf die gesamte Menschheit ausrichten. Eine langsam wachsende Zahl von Entscheidern, Kunden und Konsumenten, die die Wurstblattwelt nicht mehr hinnehmen wollen macht uns Mut und schlägt sich im Umsatz nieder. Das sind unsere Zielgruppen.

Irgendwo muss man ja anfangen.

Datum 06.03.2010 - 16:44 Uhr

Name No

So sehr ich Ihre hehre Mission für die wahre Schönheit der Dinge befürworte, muss ich Ihnen leider mitteilen, daß an diesem idealistischen Kampf schon ambitionierte Designergenerationen vor Ihnen auf hohem Niveau gescheitert sind. Das für den Massenmarkt designierte Lebenswerk dieser einstigen Heißsporne fristet als Luxusgut ein endliches Nischendasein in den Manufactumkatalogen der Welt.
Die Diddlmaus (als Metapher) hingegen bleibt, da sie die Gegebenheiten ihres Habitats intuitiv richtig erkannt hat.

(Im übrigen ist die graue Schrift in den Formfeldern recht kontrastarm, folglich schlecht lesbar und somit nicht barrierefrei. So stempeln Sie Bürger mit Sehschwäche zu Menschen zweiter Klasse ab, wie es auch Adolf Hitler getan hätte.)

Datum 06.03.2010 - 17:18 Uhr

Name Huck Haas

Sie haben natürlich mit allem recht und Sie sind zurecht aufgebracht, aber natürlich kann uns bei unserer Mission einen Paradigmenwechsel hervorzurufen niemand aufhalten. Schauen Sie doch am Mittwoch noch mal rein, dann müsste es soweit sein: Ultrarelaunch aller Dinge (Diddlmäuse, Golf GTI, Supermarktflyer, Comic Sans, Internet) und Weltfrieden aufgrund von Bärchendesignkonzeptüberstülpung von Stijlroyal.

Datum 07.03.2010 - 02:35 Uhr

Name Sideburn Jim

Nö. gefällt mir nicht. Hier wird gerne mit möglichst vielen verschachtelten Sätzen, Hitler-Vergleichen und für das Medium Blog/Kommentar eher komplexen aber leider inhaltlich leeren Worthülsen argumentiert.

Zusätzlich möchte "No" auf sein Designer-Wissen gar zu oft hinweisen. Wozu? Man sollte sich eher über die hier schreibenden/denkenden Menschen freuen als sie permament zurechtzuweisen. Das finde ich wesentlich "naziger" als die Formulargestaltung.

Datum 07.03.2010 - 08:39 Uhr

Name Huck

@Sideburn Jim Da haben wir den Salat : (

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